Das LOFT am Bremer Bahnhof ist relativ neu und ein kleines Schätzchen unter den Cocktailbars. Normalerweise wohl recht voll, erwischten wir es an einer angenehm leeren samstag Nacht. Ich war sofort hin und weg von der Deko: Tische und Sessel in Animal Prints, Pflanzen und gedimmtes Licht. Überall versteckte Ecken mit Sofas und Leuten, die sehr zufrieden aussahen. Die Kellnerinnen waren supernett und trugen Hawaiihemden, wobei das Outfit offensichtlich zu einem Schmunzeln anregen sollte.
Die Karte war freundlich aufbereitet und bot einiges an fantastisch klingenden Cocktails. Deren Preis war zwar nicht ohne, aber wie sich heraus stellen sollte, jeden Cent wert. Große Gläser und eine beratungsfreudige Bedienung führten schließlich dazu, dass mich jedes bestellte Getränk zufriedenstellte. Es schmeckte auch nicht zu alkoholisch, sondern richtig fruchtig und lecker.
Leider ist die Website eine absolute Katastrophe und auch die Fotos können das Flaire nicht einfangen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, schon allein um den Raum einmal zu sehen, das sei gesagt.
Fazit:
Geschmack 5
Service 5
Angebot 4
Preis 3
Atmosphäre 5
LOFT
17.05.2009
Eingestellt von c. um 16:46
ALEX
Das ALEX haben wir an zwei Bremer Standorten getestet, beide Male schnitt die Bedienung eher schlecht ab. Dafür kann man dort immer recht gemütlich sitzen und die Karte ist vielfältig. Die Preise sind etwas höher als normal, aber noch verträglich.
Beim 1. Besuch wurden wir zwar beim hinsetzen wahrgenommen, danach jedoch völlig ignoriert. Erst nachdem ich aufstand und einen Blick erhaschen konnte, wurden wir bedient. Auch beim 2. Mal lief es nur wenig besser. Die Bedienung scheint einfach nicht zu den aufmerksamsten zu gehören.
Wir bestellten Currywurst mit Pommes, und daran war auch nur das fehlende Salz zu beanstanden. Die Kartoffelspalten schmecken auch gut, die Milkshakes sind ebenfalls ok, aber der wahre Geheimtipp ist der Banana Smoothie. Mit viel Bananen Geschmack, null Joghurt Geschmack und nur wenig Crash-Eis wahrlich ein Wunderwerk. Dank seiner Kälte dauert der Verzehr und man hat länger was davon. Die anderen Smoothie Sorten warten noch probiert zu werden, aber ein weiteres Highlight ist jetzt schon der Espresso Krokant-Eis in Weiß. Ein volles Glas Krokant-Eis Geschmack in der Form eines Shakes ist begeisterungswürdig.
Und so bleibt trotz mangelndem Service die Hoffnung auf noch viele leckere Besuche im ALEX, also ruhig mal hin gehen.
Fazit:
Geschmack 4
Service 2
Angebot 4
Preis 3
Atmosphäre 3
Eingestellt von c. um 16:22
Gallo Nero
Das Gallo Nero in der Bremer Innenstadt ist ein gehobener Italiener, komplett mit hunderten von Weinen und Bildern als Dekoration, weißen Tischdecken und älteren Herren denen man die Kompetenz meint anzusehen. Uns wurden die Jacken abgenommen und an die Garderobe gehangen, und später wurde uns wieder hinein geholfen. Die leise Musik war keineswegs ruhig, sondern fröhlich, und die Herren sangen auch gerne mal mit. Immer höflich wurde uns serviert und nachgefragt ob was fehlt. Die Atmosphäre war vornehm, aber man fühlte sich dennoch frei zu lachen und sich normal zu benehmen.
Die Karte schien mir nicht sehr breit gefächert, und fast alles enthielt Fleisch. Da ich gerade keine Nudeln mehr sehen konnte, entschied ich mich notgedrungen für einen Salat. Dieser kostete 9 Euro und bestand zu 60% aus Salatblättern, die ich persönlich ohne Dressing zu bitter fand. Die Zwiebeln, Tomaten, etc. schmeckten dafür wirklich sehr gut. Weiterin bestellten wir Spaghetti Bolognese und Gnochi in Safransoße, letzteres soll absolut fantastisch geschmeckt haben. Leider waren die Portionen sehr klein und damit zu schnell aufgegessen. Mit einem Durchschnittspreis von 14 Euro pro Gericht etwas frech. Das Brot als Beilage war reichlich, jedoch meiner Meinung nach eine viel zu trockene Sorte.
Wenn man mal schick essen gehen will und Geld übrig hat, kann man das Gallo Nero gefahrlos wählen, es gibt jedoch sicherlich bessere Alternativen.
Fazit:
Geschmack 4
Service 5
Angebot 3
Preis 1
Atmosphäre 4
Eingestellt von c. um 16:05
Veg-World
Das Veg-World in der Bremer Neustadt ist eine feine Adresse. Für wenig Geld bekommt man ein schön und interessant eingerichtetes Lokal ( Oma Lampen, orange Wände, Elvis-Aufsteller), nette Bedienung und gutes, vegetarisches Essen. Der Chef ist sehr zuvorkommend, was manchmal, auch durch den eher kleinen Raum, ein wenig bedrängend wirken kann. Er weiß nicht alles über seine Gerichte, aber ist dafür immer gut drauf.
Ich erzeugte bei ihm einen Bananennotstand, nachdem ich drei Bananen Milkshakes bestellte hatte, die wahrscheinlich die besten sind, die ich je in einem Restaurant getrunken habe. Außerdem sind sie mit 2 Euro erschwinglicher als Shakes in anderen Lokalen. Die Karte besteht größtenteils aus indischen Gerichten, aber auch Pasta und Pizza kommen nicht zu kurz. Ich bestellte einen Mix-Auflauf, bei dem man sich die Zutaten selbst zusammen suchen kann. Er schmeckte recht gut.
Ich war dort 2, 3 Mal essen, und muss sagen, dass ich danach aber auch genug hatte. Die Karte wurde mir zu langweilig und das Essen war nie herausragend.
Wer auf Indisch steht oder Vegetarier ist, sieht das vielleicht ganz anders. Ich empfehle zumindest einen Besuch dort.
Fazit:
Geschmack 4
Service 3
Angebot 4
Preis 4
Atmosphäre 3
Eingestellt von c. um 15:47
Cafe del Sol
Das Cafe del Sol gibt es mittlerweile an vielen Standpunkten, wir testeten in der Bremer Neustadt. Genauso wie die Website sieht das Gebäude äußerst einladend aus, man fühlt sich direkt an Urlaub erinnert, an Strand und Sommer. Im Eingang gibt es eine wunderbare Hängeschaukel und drinnen erwartet einen ein riesiger Raum mit hoher Decke, in dem man sich nun komplett wie in einem anderen Universum fühlt. Allerdings sorgt diese Bauweise auch für einen ziemlich hohen Geräuschpegel, der das gemütliche Flaire wieder hemmt.
Wir bestellten Getränke und ein Essen, letzteres kam erst auf Anfrage nach einer guten dreiviertel Stunde mit dem Kommentar: "Ach, man hat euch nicht bescheid gesagt? Heute dauert es in der Küche länger, da können wir nichts machen". Die Sol Fries fielen von der Menge und vom Geschmack her durchschnittlich aus, das Eis erntete dafür Pluspunkte: Die Sorten Weißer Pfirsich und Marshmallow (mit echten Marshmallow Stückchen) boten Abwechslung und schmeckten vorzüglich, hatten aber auch einen stolzen Preis. Die bestellten Frappés und Milkshakes waren das Highlight. Ich "übertrank" mic sogar an einem, so dass ich die letzte Hälfte der Nachbestellung da lassen musste, aus der Gefahr heraus, sonst zu platzen.
Zurück blickend bleiben gemischte Gefühle: enttäuschte Erwartungen, Trauer, weil eine so gute Idee eher schlecht als recht umgesetzt wurde, aber auch guter Wille. Vielleicht sollte jeder für sich selbst einen Testlauf machen, dabei aber auf die Preise achten.
Fazit:
Geschmack 4
Service 2
Angebot 3
Preis 2
Atmosphäre 4
Eingestellt von c. um 15:18
Il Mio
01.02.2009
Das Il Mio in der Lloydpassage scheint unter Jugendlichen recht beliebt zu sein, besonders wegen der "ständigen Happy Hour", wie uns erzählt wurde. Also beschlossen wir an einem Samstag Abend gegen 21 Uhr dort ein paar Cocktails zu trinken.
Bei Ankunft wurde uns nahegelegt zu warten, bis uns ein Platz zugeteilt würde, da offensichtlich alles voller junger Menschen war. Wir bekamen einen Platz direkt neben der Bar an einem engen Gang, der Tisch wackelte, und die Kellnerin kam vor der Karte.
Es war furchtbar laut und die Musik tendierte Richtung Disko, Techno oder House (Verzeihung, ich bin Laie). Auf Anfrage bekamen wir nur 1 Karte für 2 Personen und neben uns entbrach gleich eine Auseinandersetzung zwischen Bedienung und Bartender, der sehr gestresst schien. Personal gab es sehr viel, trotzdem war es schwer dessen Aufmerksamkeit zu erhaschen. Manche Ecken des Raumes sahen gemütlich aus, andere, insbesondere der Raucherpavillon, waren das Gegenteil. Im Fenster standen viele Pflanzen, aber eine Palme war schon völlig vertrocknet.
Die Cocktail Auswahl war relativ groß, jedoch ähnelten sich viele zu sehr und beschränkten dadurch wieder das Sortiment. Der durchschnittliche Preis von 8,10 wurde in der allabendlichen Happy Hour durch zwei geteilt und schien recht günstig.
Die endgültige Enttäuschung kam dann aber mit dem ersten Schluck: nichts von der versprochenen Erdbeere im Strawberry Colada, Spirit of Spain oder Fantasy Girl, stattdessen immer der vorangige Geschmack nach Alkohol und Orangensaft. Der Mango Colada soll sogar "nach Wasser" geschmeckt haben. Der Nutty Colada schmeckte zwar tatsächlich nach Amaretto und Ananas, aber die Mischung konnte nicht überzeugen.
Vom Aussehen her waren einige Cocktails braun, statt rosa oder orange. Da half auch keine Kirsche oder Orange als Verzierung.
Ich lehne mich sogar aus dem Fenster und sage, diese Cocktails waren ihre 4 Euro nicht wert. Betrunken wird man aber doch davon.
Als später ein besserer Platz frei wurde, setzten wir uns kurzerhand um, worauf die Kellnerin völlig irritiert und unhöflich reagierte. Man hörte kein Bitte oder sonstige Nettigkeiten, dazu war das Personal zu gestresst.
Zusammengefasst, wer Wert auf ein nettes Lokal und Geschmack legt, sollte nicht ins Il Mio gehen, zumindest nicht samstag abends zum Cocktail trinken.
Fazit:
Geschmack 1
Service 2
Angebot 3
Preis 2
Atmosphäre 3
Eingestellt von c. um 16:21